Wenn Regen zum Problem wird – und zur Chance.

Versiegelte Flächen lassen Regen abfliessen, statt ihn zu nutzen. Die Folge: überlastete Kanäle bei Starkregen, aufgeheizte Quartiere im Sommer, trockene Böden und schwindende Artenvielfalt. Gemeinden und Bauherren stehen vor der Aufgabe, Siedlungen an das veränderte Klima anzupassen – oft mit knappen Flächen und klaren gesetzlichen Vorgaben.

Blaugrüne Infrastruktur löst beides zugleich: Sie hält Wasser dort, wo es fällt, kühlt durch Verdunstung und schafft gleichzeitig wertvollen Lebensraum.


Unser Ansatz: das Schwammstadt-Prinzip

Wie ein Schwamm nimmt die Siedlung Regenwasser auf, speichert es und gibt es verzögert wieder ab. Wir planen entlang der gesetzlichen Prioritätenkaskade:

  1. Vermeiden – Flächen entsiegeln, Versiegelung von vornherein reduzieren.
  2. Versickern – Regenwasser über die belebte Bodenschicht in den Untergrund führen.
  3. Zurückhalten – Wasser in Mulden, Rigolen und auf Dächern speichern und verzögert abgeben.
  4. Ableiten – erst wenn die Standortbedingungen die anderen Wege nicht zulassen.

Diese Reihenfolge ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern bildet auch den regulatorischen Rahmen in der Schweiz ab (VSA-Richtlinie «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter», 2019). Wir kennen die Anforderungen und führen Ihr Projekt sicher durch das Bewilligungsverfahren.


Was wir umsetzen

  • Mulden-Rigolen-Systeme und Regengärten – sichtbare, begrünte Versickerung statt unsichtbarer Rohre.
  • Entsiegelung und durchlässige Beläge – Plätze, Wege und Parkflächen, die Wasser aufnehmen.
  • Dach- und Fassadenbegrünung – Retention, Kühlung und Lebensraum auf bisher ungenutzten Flächen.
  • Biodiversitäts-Oasen – Naschhecken statt Kirschlorbeer, einheimische Bepflanzung, Strukturvielfalt.
  • Hitzeinsel-Reduktion – Beschattung und Verdunstung dort, wo es im Sommer am heissesten wird.

So arbeiten wir mit Ihnen

Wir begleiten Sie von der Standortanalyse über das Entwässerungskonzept bis zur Umsetzung und stimmen uns mit den zuständigen Stellen (kommunale Bauverwaltung, kantonale Fachstellen) ab. Bei Bedarf binden wir die passenden Fachpartner ein – etwa Hydrogeologie für Versickerungsversuche oder Tiefbauplanung für die Dimensionierung. So erhalten Sie eine Lösung aus einer Hand, die fachlich, gestalterisch und rechtlich überzeugt.