Biodiversität auf Golfplätzen

Golfball phoster

Angewandte Biodiversität auf Golfplätzen nützt allen, dem Golf und der Natur. Umsetzbar sind viele Massnahmen, sowohl auf bestehenden Plätzen als auch bei Planung und Bau von neuen Anlagen. Es kommt jedoch auf die Details an.

Golf und biodiversität phoster
Golf und Biodiversität passt zusammen.

woman playing golf phoster

Biodiversität und Golfsport

Biodiversität und Golfsport – das passt zusammen. So sind beispielsweise auf und an Golfplätzen grosse und vielfältige Flächen vorhanden. Diese können neben dem Zweck – fürs Golfen – auch für die Natur von grossem Wert sein. Denn die Natur macht am Ende des Golfplatzes nicht Halt, sondern spielt übergreifend und besonders gerne in Randzonen.

Randgebiete als Joker

Randgebiete sind besonders wertvoll. Wo die verschiedenen Zonen angrenzen, entstehen neue, kombinierte Lebensräume. So bietet beispielsweise eine trockene, steinige Fläche am Waldrand Wärme und Schutz zugleich. Ein mit Dornen besetzter Heckenabschnitt lässt Vögel in Ruhe brüten. Wildstauden bieten Futter und Lebensraum für Insekten.

Standortgerechte Lebensräume

Mit der Auswahl, welche Arten gefördert werden sollen, entscheidet sich, welche Lebensräume erstellt werden sollen. 

Voraussetzung für eine geglückte Umsetzung von Massnahmen sind an den Standort angepasste Lebensräume. So ist die Tier- und Pflanzenwelt in erhöhten Lagen verspätet im Vergleich zum Mittelland oder zum Tessin. Andere Tiere und Pflanzen führen sich dort wohl, die Planung muss darauf Rücksicht nehmen. Mit der Auswahl, welche Arten gefördert werden sollen, entscheidet sich, welche Lebensräume erstellt werden sollen. 


Leben im Wasser 

Teiche als attraktive Hindernisse im Golfsport sind sensible Ökosysteme. Diese benötigen über das Ufer hinaus ein besonderes Augenmerk, damit der Eintrag von Nährstoffen und Pflanzenschutzmittel in Teiche nicht zu Algenblüten führt. Ein Gleichgewicht in der Zusammensetzung von Mikrobiologie bis Bepflanzung schafft stabile Wasserwelten, die auch dem Auge Freude machen.

Auf Golfplätzen wird diesem Bedürfnis nach einer möglichst starken Reduktion von chemischen Pflegemitteln bereits ein hohes Augenmerk gelegt. Es gilt: „so wenig als möglich, so viel wie nötig“. Im Unterhalt durch die Greenkeeper als auch im Einsatz neuer Materialien werden Innovationen, welche dies unterstützen, seit Jahren mit beträchtlichen Investitionssummen umgesetzt.

Wasser für Golfanlagen ist ein zentrales Thema bei Golfplätzen. Mit der Zunahme von intensiveren Wetterereignissen (längere Trockenzeiten, Stark- Regen) macht es Sinn, für mehr Autarkie von Anlagen zu investieren. Damit kann der Einsatz von Trinkwasser reduziert werden. Auch hier macht die Technik gute Fortschritte mit avancierten Sprüh- und Bewässerungsanlagen. Mehr Teiche anzulegen bietet ebenfalls eine win-win- Situation; grössere und tiefere Gewässer speichern Wasser für die Pflege, für die Natur ist das kühle Wasser am Teichgrund ein Geschenk.

An Bedeutung könnte gewinnen, bei langen Trockenperioden einige Teilflächen weniger zu bewässern. Diese sind dann halt nicht mehr „grün wie grün“. Eventuell kann dies als sportliche Herausforderung angesehen werden, wenn sich Voraussetzungen auf dem gewohnten Platz ändern.

Pflegekosten am Beispiel von Vernetzungsflächen

Vernetzungsflächen, also sich wiederholende, möglichst reduziert gepflegte Flächen, sind wertvolle Lebensräume. So muss die Wildbiene alle paar hundert Meter eine Blumenwiese erreichen können, um von Ort zu Ort zu ziehen und Nektar zu sammeln. Bodenbrütende Vögel benötigen in der Brutzeit, also mehrere Wochen im Frühsommer, Schutz im hohen Gras. Für Frösche ist es unabdingbar, dass sie nicht zu weite Strecken im Trockenen zurücklegen müssen.

Solche Flächen können in das Golfspiel eingebunden werden. Auf Biodiversitäts- Ziele ausgerichtet, muss die Pflege nicht aufwändiger sein als vorher. Sogar das Gegenteil kann der Fall sein.

Biodiversitätsflächen machen das Spiel attraktiver und reduzieren den Pflegeaufwand.

Jan Driessens, Swiss Golf

Die angepasste Pflege dieser Flächen erlaubt es auch selten gewordenen Tierarten, dass sie sich wohlfühlen und sich vermehren können. 

Bauliche Massnahmen 

Soll eine Anpassung auf dem (Golf-) Gelände vorgenommen werden, ist dies der richtige Zeitpunkt, die geplanten Massnahmen auf ihren Mehrwert für die Natur zu prüfen. Dürfen es statt der Betonwand Steinkörbe sein, die mit den Zwischenräumen einen Mehrwert bieten? Statt einer Grasböschung wären Stauden oder eine Wildblumenwiese eine Option. Beide haben Vorteile in der Pflege und sind eine Pracht von Frühling bis Herbst.

Attraktive, gesunde Natur 

Für den Golfer verstärkt sich das Gefühl, sich in einer gesunden, kräftigen Natur aufzuhalten. Wo Schmetterlinge tanzen, Vögel zwitschern und das Grün mit farbigen Blumen eingefasst ist, lässt es sich gut geniessen und sich auf den Sport konzentrieren.

Fazit

Eine auf die Zielarten ausgerichtete Umsetzung von Biodiversitäts- Flächen erfüllt für Mensch und Natur wertvolle Aufgaben. Die Golfplätze tragen für eine vielfältige Natur bei, der Mensch kann dies beim Golf spielen geniessen.

Phoster GmbH – ihr Umsetzungspartner

Bei Biodiversitätsfragen sind Sie bei uns am richtigen Ort. Seit 2014 dürfen wir Institutionen, Firmen und Privatpersonen in der Planung und Umsetzung sowie Pflege von Massnahmen beraten. Projekte wie Biodiversitäts- Oasen auf Firmendächern für Belegschaft und Gäste, naturnahe Spielplätze und essbare Gärten – Ziele und Möglichkeiten sind vielfältig.

Möchten Sie mehr Vielfalt der Natur bei sich zu Hause oder auf Ihrer Anlage? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme!